<link href="//fonts.googleapis.com/css?family=Lato:100,100italic,300,300italic,regular,italic,700,700italic,900,900italic&amp;subset=latin-ext" rel="stylesheet" type="text/css"/>

Tag der Erfinder

Der erste Meilenstein in der Entwicklungsgeschichte des MRT war die eher zufällige Entdeckung der Röntgenstrahlen durch Wilhelm Conrad Röntgen im Jahr 1895, der sie selbst als X-Strahlen bezeichnete. Er fand seine Entdeckung der alles durchdringenden Strahlen selbst so rätselhaft, dass er erst nach einem weiteren Jahr sorgfältigster Forschung und aufs Gründlichste durchgeführter Experimente damit an die Öffentlichkeit ging. Die Resonanz auf Röntgens Entdeckung war so gewaltig, dass die Physikalisch-Medizinische Gesellschaft vorschlug, die Strahlen nach Röntgen selbst zu benennen. 1901 wurde ihm dafür der erste Nobelpreis in Physik verliehen. Das Durchleuchten von Körpern war zu dieser Zeit so populär, dass es sogar als Attraktion auf Festen und Feiern angeboten wurde. Doch auch sinnvolle medizinische Anwendungen ließen nicht lange auf sich warten.

Die zweite Kernkomponente der MRT-Technik ist die Kernspinresonanz (NMR), ein Phänomen, das Edward Purcell und Felix Block unabhängig voneinander entdeckten. Die NMR beschreibt die Eigenschaft eines Kerns, in einem externen Magnetfeld bei einer bestimmten Frequenz Energie aufzunehmen und abzugeben. 1952 erhielten beide für ihre Entdeckung den Nobelpreis für Physik.
Raymond Damadian entdeckte 1971, dass gesundes und tumoröses Gewebe unterschiedliche Relaxationszeiten haben, sich also in einem Magnetfeld unterschiedlich verhalten. Er entwickelte daraufhin einen Apparat zur Entdeckung von Krebs. Allerdings war Damadians Maschine nicht bildgebend und auch seine Entdeckungen zu den Relaxationszeiten sind nicht durchgehend zutreffend, weswegen sein Beitrag zur Entwicklung des MRTs umstritten ist.
Paul C. Lauterbur entwickelte ab 1971 parallel zu Damadian eine bildgebende Methode und veröffentlichte 1973 die theoretische Grundlage zur Bildgebung, für die er 2003 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde. Seine Arbeit gilt als Grundstein für weitere wegweisende Entwicklungen, vor allem für die Konstruktion der Apparaturen Anfang der 1960er-Jahre von einer Gruppe Physikern um Berthold Knüttel und Manfred Holz sowie für grundlegende Experimente von Peter Mansfield im Jahr 1974. Seit diesem Jahr ist eine Bildgewinnung in weniger als einer Sekunde möglich („Schnappschuss-Technik“) und Mansfield forschte bis zu seinem Tod auch an Lösungen zur Reduzierung der Lärmbelastung für die Patienten und wurde 2003 gemeinsam mit Paul Lauterbur mit dem Nobelpreis ausgezeichnet.
Anfang der 1980er-Jahre entwickelten Jürgen Henning und seine Mitarbeiter in Karlsruhe hochsensible und  effiziente Varianten der MRT, die auch heute noch angewendet werden. 1985 gelang Axel Haase, Jens Frahm, Wolfgang Hänicke, Klaus-Dieter Merboldt und Dieter Matthaei in Göttingen ein Durchbruch in der MRT mit der Erfindung des Schnellbild- Verfahrens FLASH, das sie 2010 ein weiteres Mal optimierten, sodass Aufnahmen in inzwischen nur noch 20 Millisekunden möglich sind – 10.000-mal schneller als noch im Jahr 1985. 

All diese Entdeckungen und Entwicklungen ebneten den Weg für eine breite, vor allem klinische Anwendung der MRT in der medizinischen Diagnostik. Dem unermüdlichen Erfinder- und Forschergeist dieser Menschen verdanken wir die Technik, mit der wir tagtäglich arbeiten und die wir als selbstverständlich erachten. Wir verdanken ihnen auch unsere Gesundheit.
Wir können gespannt sein, welche Erfindungen und Entdeckungen die vielen klugen Köpfe dieser Welt noch hervorbringen werden und wie sie die Medizin weiter revolutionieren.

 

Image
Image
Image
Image
Image

Rechtliche Informationen

Druckoption

Suchen

This website uses cookies to enhance the user-friendliness . If you continue surfing on this page, you agree to the cookie usage.