mpMRT der Prostata (RaDiagnostiX)


Was ist die mpMRT der Prostata?

Die multiparametrische Magnetresonanztomographie (mpMRT) ist ein neuartiges, evidenzbasiertes und vor allem sehr genaues bildgebendes Verfahren zur Tumorentdeckung und -charakterisierung. Dabei werden neben den herkömmlichen Untersuchungssequenzen spezielle Analysen durchgeführt, die die Tumorbiologie betreffen. Es ist eine sehr verlässliche Methode, um den aggressivsten Tumorteil für eine Gewebeentnahme zu identifizieren. So lassen sich sichere Aussagen über die Gefährlichkeit des Tumors treffen und die richtige Therapieentscheidung daraus ableiten. Unnötige Operationen können dadurch vermieden werden. Wir bieten die mpMRT im Rahmen des Versorgungsprojektes RaDiagnostiX - Prostata - an. Das hat für Sie als Patient eine Reihe von Vorteilen. Unsere Ärzte wurden in dem Verfahren speziell von Mitarbeitern des Deutschen Krebsforschungszentrums geschult. Mit einem Vier-Augen-Prinzip und einer Falldatenbank verfügt das Programm über eine besondere Qualitätssicherung. Wichtig bei RaDiagnostiX ist auch die enge Zusammenarbeit mit dem therapieführenden Urologen. Sie erhalten zudem ein Patientenbuch, indem ihre medizinischen Informationen indikationsbezogen (Prostata) für Sie und weitere Fachärzte sowie ggf. Krankenhäusern oder Prostatazentren bereitgestellt werden. Die mpMRT der Prostata ist ein sehr aufwendiges Verfahren, die Kosten werden nicht von den Krankenkasen übernommen.

Technische Ausstattung in unseren Praxen

Die mpMRT kann nur mit unserem MRT in Regenstauf durchgeführt werden.

Ablauf der Untersuchung

Wegen des starken Magnetfelds ist bei Metallteilen im Körper Vorsicht geboten. Die Untersuchung selbst ist schmerz- und praktisch risikolos. Vor Beginn der Untersuchung müssen Sie alle metallischen Gegenstände ablegen. Dazu zählen auch Uhren, Hörgeräte sowie Scheck- oder Kreditkarten. Metallteile im Körper wie zum Beispiel fester Zahnersatz, Gelenkprothesen oder Metallplatten nach Operation eines Knochenbruchs stellen in der Regel kein Problem dar. Da es im Magnetfeld zu Fehlfunktionen kommen kann, sind Patienten mit Herzschrittmachern von der Untersuchung ausgeschlossen, ebenso Patienten mit Innenohrprothesen (Cochleaimplantate). Die Untersuchung dauert ca. 30 Minuten, der Patient liegt dabei bequem auf dem Rücken. Der Einsatz einer Endorektalspule ist nicht erforderlich. Zur Reduzierung von Darmbewegungen erhält der Patient vor der Untersuchung ggf. ein Medikament. Außerdem sollte die Harnblase zuvor entleert werden. Über eine Verweilkanüle am Arm wird ein gut verträgliches, nicht-jodhaltiges Kontrastmittel zugeführt. Dieses dient der Darstellung der Prostata-Durchblutung sowie der Beurteilung von Lymphknoten und den angrenzenden Nachbarstrukturen.

Häufige Fragen


Warum ist es im MRT so laut?

Der Lärm im MRT kommt von den Umschaltgeräuschen des Magneten und hat etwa die Lautstärke einer Bohrmaschine, wird aber im Laufe der Untersuchung nicht lauter. Wir bieten Ihnen bei Bedarf gerne einen Gehörschutz an. Das Gerät in Regenstauf ist mit der innovativen Silent-Scan-Technologie ausgestattet, die bei vielen Untersuchungen eine deutlich geräuschärmere Untersuchung ermöglicht.

Was sind die besonderen Vorteile einer MRT?

Die Kernspintomographie ist ein schonendes, praktisch risikoloses Untersuchungsverfahren. Aufgrund der fehlenden Strahlenbelastung können auch Kinder untersucht werden. Wenn ein Patient kein jodhaltiges Kontrastmittel vertragen sollte, wie es z. B. in der Computertomographie zum Einsatz kommt, kann der Radiologe oft auf eine Kernspinuntersuchung ausweichen.

Wofür wird eine MRT eingesetzt?

Die Kernspintomographie eignet sich zur bildlichen Darstellung nahezu aller Organe und Gewebe. Sie kann andere Diagnoseverfahren, wie z. B. die klassische Röntgenuntersuchung, sinnvoll ergänzen, aber auch Verfahren ersetzen, bei denen bisher ein Eingriff in den Körper notwendig war. Besonders gut sind Gehirn und Rückenmark, innere Organe (mit Ausnahme der Lunge), aber auch Muskeln und Gelenke zu beurteilen.

Wann darf ich keine Kernspinuntersuchung durchführen lassen?

Patienten mit Herzschrittmachern und anderen "bioelektronischen" Implantaten wie Insulinpumpen oder Innenohrprothesen (Cochleaimplantate) können leider nicht untersucht werden, da es zu Funktionsstörungen der Implantate kommen kann. Teilen Sie uns daher unbedingt mit, wenn Sie metallhaltige Teile im Körper haben! Insbesondere können Gefahren von Metallsplittern im Bereich des Auges oder Hirngewebes ausgehen.

Werden auch für eine MRT-Untersuchung Kontrastmittel verabreicht?

Es gibt zwar mittlerweile einige kontrastmittelfreie MRT-Untersuchungen, doch auch in der Kernspintomographie werden Kontrastmittel eingesetzt. Diese enthalten jedoch, anders als bei vielen Röntgen-Kontrastmitteln kein Jod, sondern meist das in der Regel gut verträgliche Gadolinium. Wir verfügen in unserer Praxis auch über spezielle, moderne Kontrastmittel, z. B. ein leberspezifisches Kontrastmittel für Leber-MRT oder auch ein Gelenkkontrastmittel für direkte MR-Arthrographien der großen Gelenke. So können wir auf die speziellen Bedürfnisse eines jeden Patienten eingehen und Nebenwirkungen vermeiden.

Was kann man gegen Platzangst (Klaustrophobie) im MRT tun?

Unsere Kernspintomographen verfügen über besonders weite Öffnungen, was klaustrophobischen Patienten entgegen kommt. Das Gerät in Regenstauf hat den derzeit größtmöglichen Röhrendurchmesser. Durch eine spezielle Ausstattung ist es in Regenstauf möglich, dass der Patient bei allen Untersuchungen mit den Füßen zuerst in das Gerät geschoben wird - so bleibt der Kopf bei vielen Unterwsuchungen außerhalb der Röhre. Wenn Sie es wünschen, können wir Ihnen vor der Untersuchung ein angstlösendes Medikament geben. Allerdings bitten wir Sie dann, für die nächsten 6 Stunden nicht mehr Auto zu fahren. Sie sollten sich also ggf. von jemandem zur Untersuchung bringen und von der Praxis abholen lassen.

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